Donnerstag, 12. März 2009

biggi schrieb am 19.3. 2002 um 21:19:18 Uhr über

Sonne
du. ich liebe dich.
Tim K. spielte gern Tischtennis. Wodurch entsteht Druck? Ich wäre gern ruhiger und gelassener. Tim erlebt meine Unruhe als befremdend. Google listet bei "Tim K." ausgerechnet "Tim Kuhl". Gestern hatte ich nach "Heiko Kühl" gesucht: "Privatinsolvenz eines Ferrari-Fahrers", stand da. Es wird alles gleich wieder so grell. Sommer, Sand und Meer wäre jetzt schön. Surfen, schlafen, sonnen. Rote Locken auf der Haut und ein Raunen im Ohr. Irgendwas, was draußen ganz deutlich zu "draußen" werden lässt. Tim fehlt mir. Hab ihn heute früh nicht gesprochen und fühle mich wie ein Stalker neben ihm im Moment. Alles verwischt. Bin verwirrt.

Mittwoch, 11. März 2009

Christine schrieb am 11.3. 2009 um 23:16:13 Uhr über

nett
vertraut



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biggi schrieb am 5.6. 2004 um 16:22:26 Uhr über

Panik
eins mit allem. entrop wie das universum
Petra will sich am Wochenende von Matthias bringen lassen. Das will ich nicht. Sie hat versucht, mir ihre Telefonnummer zu mailen. Das hat aber nicht geklappt. Vielleicht kann Karla helfen.
Gleich kommt der Hausmeister wegen der Heizung. Bin aufgeregt. Die Haut ist bleich. Fürs Solarium ist die Wohnung zu kalt.
Hab Mcnep im Video gesehen und X. gesprochen. X. geht es gut, glaube ich. Mcnep hatte ich mir vor Dritten anders vorgestellt. Seine Augen fanden kaum Halt im Publikum. Als er 2003 da war, war es, als ob er minutenlang nur mir gehörte, ringsum Wiese. Gestern meldete sich Tootsie bei Skype, als ich grad mit Petra telefonierte. Petra kommt am Samstag. Ich will, dass Tim Petra kennenlernt.

Dienstag, 10. März 2009

mcnep schrieb am 12.2. 2006 um 19:32:17 Uhr über

Schönheitspflästerchen
Zuweilen wäre anzuraten, gleich zur Ganzkörperlamination überzugehen.

biggi schrieb am 23.11. 2003 um 08:32:32 Uhr über

Ganzkörperlamination
Sich zur Waffel machen
Zwanzig Jahre sind eine verdammt kurze Zeit.
Wenn ich XXX mailen würde, welche Musik ich mir wünsche, würde die Gänsehaut wahrscheinlich sofort verschwinden. Außerdem fällt sie sowieso sofort durch sein Filter, egal unter welchem Namen ich sie maile. "Pelikanol" von den Einstürzenden Neubauten habe ich lange nicht mehr gehört. Oder "Silence is sexy". Vielleicht auch John Lennon. Der grinst wie Franz. Komisch.
Tim hatte gestern 18 Uhr asthmatische Beschwerden, kurz nach 20 Uhr hatte ich mehrfach "atmen" im Blaster angeklickt, als Guido Horn alias Horst Köhler zu Gast im SR1 war, und mich wie geknebelt gefühlt. Tim sagt: "Das ist Schwachsinn." Trotzdem bin ich froh, dass zwei Stunden dazwischen lagen. X. habe ich heute nicht erreicht. Irgendwann fange ich wieder an, Wolken zu zählen, bevor ich aufs Thermometer schaue.
Daniel ist spitze: 16.47 Uhr hat er reagiert, direkt nach meiner zweiten Mail. Zum Verlieben compliant. Meine erste Mail vorzulesen wäre wahrscheinlich zu viel verlangt gewesen, dafür war sie zu lang.
Hab Knoten zusammengestellt und beschrieben, weiß aber zu wenig darüber, um sie ausführlicher zu beschreiben und kenne nur wenige, die sie tatsächlich benutzen. Hab deshalb versucht, dem lieben Gott auf den Anrufbeantworter zu sprechen - über den Umweg Daniel Simarro, vielleicht mailt er ja wenigstens die Nummer. Da versackte die Information dann auch gleich. Bin immer noch so aufgeputscht von gestern abend, dass ich Gänsehaut als Erkältungsboten einzuordnen bereit bin. Hab Johan angerufen und mich bei ihm selbst für die Idee bedankt - auf seinem Anrufbeantworter und mich bei der Hausverwaltung wegen der Heizung gemeldet.
Gestern abend brach für mich wieder eine Welt zusammen: Guido Horn sprach auf SR1, und ich hatte das Gefühl, er sieht meinen Monitor. Das Gefühl war um Größenordnungen unangenehmer als das, in der Straßenbahn pinkeln zu müssen: Ich war grad im Blaster und getraute mir daraufhin nur noch, das Stichwort "atmen" anzuklicken. Noch schlimmer wurde es, als ich Walter davon erzählte: Er reagierte genauso wie ich auf Petra, wenn sie halluziniert. Alles brach weg, alles, was nach Nähe roch. Es war wieder so, als ob ich mitten ins Licht falle. Entsprechend ausgelaugt war ich heute. Alles ist so ausweglos, ich kann mich nicht konzentrieren, wenn jemand neben mir telefoniert, ich aber nicht Webradio hören kann, um mich zu entspannen. Das ist noch näher als Guido Horns Gelaber. Zuordnen zu können, wo wie Information fließt, ist schon entspannend, wenn es weit genug weg ist. Jetzt im OP zu sein, wenn ein Parameter schwankt, wäre die Hölle: Ich könnte keinen Fehler suchen, ohne mich zu beobachten - wie reagiert Christine bei Crash ... Es gab mal eine Zeit, da konnte neben mir eine Bombe zünden, ohne dass ich aufwachte. Im Moment bin ich offensichtlich guarana-geschädigt. Guarana - der schnelle Erfolg ... Was ist eine sichere Perspektive und macht trotzdem Spaß?
Hab diese Nacht kurz vorm Aufwachen von einer Treppe geträumt, die bei den Eltern hinterm Bad aus der Dunkelkammer in ein anderes Haus führte. Leider klingelte der Wecker.

Sonntag, 8. März 2009

Sinnliche Sozialisation & BigBrotherCity

Gereizt, der Magen schmerzt. Von "gewalttätiger Erotik" hat XXX gesprochen, als die Stimme des Nachrichtensprechers zynisch klang, was bei der Rettungsaktion zu verstehen war, über die er berichtete: Es ging um die Kölner Vermisstensuche. Zu "gewalttätiger Erotik" listen Züricher Forensiker Stalking und direkte Drohung. Hoffentlich hält der Dom. Warwicks Chip soll verdrängte Erinnerungen zugänglich machen. Ob der Traum und Wirklichkeit unterscheidet? Dann wüsste ich immer, was ich tatsächlich erlebt habe. Aber was ist schon tatsächlich?

Samstag, 7. März 2009

Mein Arbeitsspeicher wird immer knapper, dabei habe ich schon viel gelöscht.

Freitag, 6. März 2009

Steven Brill

Am 4. November war ich so aufgeregt, dass mir nicht mal auffiel, dass Tim Truman die Filmmusik bei "Crash - Trip in den Tod" gemacht hatte. Auch jetzt weiche ich beim Googeln sofort auf den Comiczeichner Timothy Truman aus. Trumanshow am Cybersax-Kino-Terminal. Irgendwie fehlt mir Uwe schon, eigentlich die ganze Redaktion, sogar Dieter. Ich hatte den ganzen Tag Datenbanken gefüttert, mit Kinoprogrammen. Da fiel mir abends ein Eppelborner Feuerwehrmann auf, der Tage vorher bei einem Unfall umgekommen war, weil sein Namensvetter Regie in »Ein Mann für alle Unfälle« geführt hat. Der Eppelborner Steven Brill war einundzwanzig. Frank Recktenwald hatte seine Todesanzeige auf die Seite der Feuerwehr Eppelborn gestellt hat. Am 4. November stieß ich auf sie, als ich nach einer A1-Unfallmeldung recherchiert hatte. Ich war knülle und hab am folgenden Tag "Iris" in die Tasche gesteckt und beim Schreiben neben dem Terminal positioniert. Und es lohnte: Ich konnte Daten eingeben, ohne zu grübeln. Allerdings habe ich danach kaum noch Artikel geschrieben. Schizophren, ich weiß, zumal der imperative Harndrang, der mich seitdem plagt, Steven Brill auch nicht mehr zurückgeholt hat. Es verwischt alles und geht fließend ineinander über. Drinnen und draußen. Sobald ich mir vorstelle, ich könnte im Moment nicht auf dem Klo sitzen, drehe ich durch. Besonders in der Straßenbahn ist das mehr als kompliziert. Wenn Pinkeln tatsächlich Trauerarbeit ist, bin ich wahrscheinlich sehr traurig. Wahnsinnig traurig. Als ob ein äußeres Chaos meine innere Ordnung zerstört, mich verwirrt und verunsichert.
Die "romantische Flug-Mango" hat der vietnamesische Händler inzwischen vollständig verkauft.

Morgen probiere ich Banane mit Sellerie, Petersilie, Möhre, Knoblauch, Zwiebel, Basilikum, Joghurt, Pfeffer und Brühe.
Fünf Zentimeter Schnee liegen in Göppingen. Hier regnet es. Gestern abend rief Hagen an. Habe ihm von Walter erzählt, davon, dass ich mich verliebt habe. "Da hat es wohl keinen Sinn, wenn ich komme", sagte er. Hab nicht widersprochen. Blöd war das. Ich habe keine Ahnung, was ich ihm bedeute, genauso wenig wie für Enrico. Dieses Ausschließliche, Vereinnahmende, das Liebe auszumachen scheint, erlebe ich selten. Höchstens an der Kreuzung, wenn ich auf dem Beifahrersitz bin und der am Steuer jemandem, der von rechts kommt, die Vorfahrt nimmt. Aber das ist ja auch existentieller. Und geht es da tatsächlich schon um Liebe? Pervertiere ich Abhängigkeit zu Liebe, um besser mit ihr umgehen zu können? Geborgenheit ... Gestern habe ich während XXXs Sendezeit ein Interview abgehört, ohne fündig zu werden. Es war mindestens das zehnte Mal, dass ich es gehört habe. Lediglich an einer Stelle war ein kurzer Nuschler, der sich aber auch nicht sinnvoll entflechten ließ.

Donnerstag, 5. März 2009

Hab gestern SR1 gehört, aber nicht gespürt, ob XXX sich wohl fühlt. Hab mich sofort an meine eigenen Interviews und den Kampf mit dem Diktiergerät dabei erinnern müssen. Das Solarium tat gut. Schwindlig ist mir beim schnellen Aufstehen, als ob irgendwas auf die Cava drückt. Wahrscheinlich ist es nur der Spitzkohl. Hab Guarana-Fitbons eingesteckt, falls ich mittags müde werde. Meine kleine Welt. Vielleicht nehme ich das Thera-Band morgen mit auf Arbeit.

Mittwoch, 4. März 2009

Bin entspannt: Die Texte sind alle korrigiert, X. hat gemailt und Tim wird nach dem Training in "meinem" Heft blättern. Ich habe solche Angst, dass er ohne Licht fährt. Am liebsten wäre ich jetzt bei ihm. Die Hüfte tut weh, schon ewig, mindestens seit zehn Minuten. Vielleicht tanke ich Licht auf. Entspannung und Hüftschmerzen ... es ist idiotisch, kaum lässt der Stress nach, kommt der Schmerz. Heute war ich das erste Mal beim Bäcker an der Ecke. Der Prasselkuchen dort roch nach Kakerlaken. Solarium wäre jetzt gut.
Huhn, Lauch, Ingwer, Tomate, Butter, Nelke, Zimt, Kardamom, Kurkuma, Koriander, Chili, Koriander, Salz und Wasser stand im Rezept. Spirellis schmeckten auch dazu.

Dienstag, 3. März 2009


Bin so müde wie lange nicht und könnte sofort schlafen. Ich sehe unglücklich aus. Hab keine Lust einen Text umzuschreiben, den ich urig finde. Unglücklich ist mir. Es ist alles so traurig.
Ich bin gespannt, wann die nächste ARD-Popnacht vom Saarländischen Rundfunk gesendet wird.

Montag, 2. März 2009

Morgen früh sehe ich das erste Mal "meine" Zeitung. Bin gespannt, ob ich danach seltener aufs Klo renne. Bin noch ziemlich durcheinander bis hin zum Mimik-Check meines Gegenübers auf meine Ausdünstungen hin.

Sonntag, 1. März 2009

Hab heute das erste Mal gespürt, wie sich Ideenflut von außen anfühlt - wie die Aura von Obdachlosigkeit, sobald keine Struktur mehr erkennbar ist. Kaum schreibe ich das, klingt Jan Garcias Stimme bissig. Analysiere ich danach noch das Miteinander von anteflektiertem Uterus und permanent abgesenktem Penis, ist sie schon fast besänftigt. Halluzination ist schon etwas Eigenartiges.

Donnerstag, 26. Februar 2009

Fastenzeit

Der Kühlschrank ist fast leer. Ein gutes Gefühl. Wie Neubeginn. Nur Schlaf fehlt. Ich bin verliebt. Kaffee ohne Kardamon. Nirgendwo in Dresden scheint es die Schoten im Moment zu geben. Hab Lust, den Vietnamesen zu fragen, ob er Kardamon in sein Sortiment aufnimmt. Aber Esskastanien hat er ja auch nicht genommen. Im Konsum hatte ich auch schon gefragt. Beeindrucken durch Frische ... Hab die Spüle mit Viss geschrubbt, den Kühlschrank fast leer, aber noch nicht geschrubbt. Alles soll neu sein, wenn Walter kommt. Nur das Tiefkühlfach kann ich vorher nicht mehr auftauen. Da ist noch zu viel drin, was sonst verderben würde. Dabei habe ich beides noch nie so leer gesehen. Ich freue mich auf Sonnabend. Aber vielleicht kommt er gar nicht, so wenig wie er diese Woche geschlafen hat. Dann ... Dann würde ich alles für ein rein vegetarisches Wochenende vorbereiten und ein Rezept für gelbe Rüben heraussuchen. Sellerie mag Tim nicht. 13 Grad wird es, fast Skaterwetter. Ich habe noch nie gelbe Rüben zubereitet. 13 Grad machen wahrscheinlich müde beim Fahren. Twitter ... Aber die Hähnchenschenkel muss ich auch verbrauchen, egal ob Walter kommt oder nicht. Hoffentlich passiert ihm nichts auf dem Weg, so müde wie er sein wird. Ich schreibe über dich, Walter - ich bin blöd, über dich statt an dich zu schreiben. Hab grad einen Verein entdeckt.

Mittwoch, 25. Februar 2009

Am Schillerplatz

Am Wochenende kommt Walter. Ich mach den Kühlschrank ganz leer, so sehe ich am schnellsten, was er mag. Käseladen und Markt zeige ich ihm. Lieber als nach Wein würde ich mit ihm nach Tee schauen. Und nachdem wir uns Appetit geholt haben, bunkern wir bei Aldi oder Konsum, hoffe ich. Nachmittags wäre die Wetterausstellung im Hygienemuseum schön, abends Tango bei Anja. Am Sonntag würde ich Tim gern mit ihm bekannt machen, am liebsten bei Subway, falls Tim Veggie Delite mag. Franzens Vorstadt macht ja erst 17 Uhr auf, außerdem war ich da noch nie drin. Über das Blaue Wunder will ich auf jeden Fall mit beiden gehen, am liebsten bis zum Zaza.

Dienstag, 24. Februar 2009

Walter war bei einem Fastnachtsumzug. Solange ich ihn sehe, habe ich Angst um ihn. Eigentlich komisch, diese Angst. Vielleicht spüre ich sie auch gar nicht, sondern rede sie mir nur ein, um mein IchLiebeDich zu strukturieren. Diese Gänsehaut, sobald ich an ihn denke, ist schon Wahnsinn. Egal, was es ist, und wenn es eine Mischung aus Angst und Liebe ist, diese Gänsehaut fühlt sich gut an. Wahrscheinlich ist es das, was Geborgenheit ausmacht: Gänsehaut. Wahrscheinlich langweile ich ihn inzwischen schon. Fastnacht. Wahrscheinlich braucht er ständig neue Eindrücke. Petra hat angerufen. Ich bin gespannt, wie es ihr geht, wenn sie Internet hat. Höflich kämpft mit dem Alkohol, Tootsie mit EHEC.
10.25 Uhr landet der Flieger mit Tim. Rosl und Werner werden am Gate stehen. Ich hab das Interview zu der Zeit absagen können. Aber es war zu knapp, um selbst am Flughafen zu sein. Ich bin gespannt auf die Bilderflut.