Dienstag, 10. März 2009

Gestern abend brach für mich wieder eine Welt zusammen: Guido Horn sprach auf SR1, und ich hatte das Gefühl, er sieht meinen Monitor. Das Gefühl war um Größenordnungen unangenehmer als das, in der Straßenbahn pinkeln zu müssen: Ich war grad im Blaster und getraute mir daraufhin nur noch, das Stichwort "atmen" anzuklicken. Noch schlimmer wurde es, als ich Walter davon erzählte: Er reagierte genauso wie ich auf Petra, wenn sie halluziniert. Alles brach weg, alles, was nach Nähe roch. Es war wieder so, als ob ich mitten ins Licht falle. Entsprechend ausgelaugt war ich heute. Alles ist so ausweglos, ich kann mich nicht konzentrieren, wenn jemand neben mir telefoniert, ich aber nicht Webradio hören kann, um mich zu entspannen. Das ist noch näher als Guido Horns Gelaber. Zuordnen zu können, wo wie Information fließt, ist schon entspannend, wenn es weit genug weg ist. Jetzt im OP zu sein, wenn ein Parameter schwankt, wäre die Hölle: Ich könnte keinen Fehler suchen, ohne mich zu beobachten - wie reagiert Christine bei Crash ... Es gab mal eine Zeit, da konnte neben mir eine Bombe zünden, ohne dass ich aufwachte. Im Moment bin ich offensichtlich guarana-geschädigt. Guarana - der schnelle Erfolg ... Was ist eine sichere Perspektive und macht trotzdem Spaß?

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